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Begriffe aus der fotografie

Veröffentlicht 14. November 2025

Begriffe aus der fotografie

Fühlst du dich manchmal, als würdest du eine Fremdsprache sprechen, wenn du dich mit anderen Fotografen unterhältst? Du siehst die tollen Bilder, aber wenn es um Blende, Verschlusszeit oder ISO geht, fängt dein Kopf an zu rauchen? Keine Sorge, das geht jedem am Anfang so. Die Welt der Fotografie hat ihre eigenen Fachbegriffe, und sie können wirklich einschüchternd wirken. Aber ich sage dir: Das ist alles nur Schall und Rauch. Diese Begriffe sind keine geheimen Zauberformeln, sondern einfache Werkzeuge, die dir helfen, deine Kamera besser zu verstehen und deine kreativen Ideen umzusetzen. Heute räumen wir auf. Wir gehen die wichtigsten Begriffe aus der fotografie gemeinsam durch, Schritt für Schritt, ganz ohne kompliziertes Geschwurbel. Am Ende verstehst du, was diese Dinge bedeuten und wie du sie für deine eigenen Fotos nutzt.

Das magische Dreieck: Deine wichtigsten Einstellungsgrundlagen

Wenn du mit einer Kamera arbeitest, egal ob es eine große Spiegelreflexkamera oder dein Smartphone ist, steuerst du immer drei Hauptfaktoren. Diese drei Elemente arbeiten zusammen, um zu bestimmen, wie hell oder dunkel dein Bild wird und wie es aussieht. Man nennt sie das „Belichtungsdreieck“. Wenn du dieses Dreieck verstehst, verstehst du 80 Prozent der technischen Fotografie.

Die Blende: Wie viel Licht darf rein?

Stell dir die Blende wie die Pupille deines Auges vor. Wenn es dunkel ist, wird sie weit, um möglichst viel Licht einzufangen. Wenn es hell ist, zieht sie sich zusammen. In der Kamera ist die Blende eine mechanische Iris aus Lamellen, die sich öffnet oder schließt. Der Fachbegriff dafür ist „Lichtwert“ und wird in f-Stopps angegeben (z.B. f/2.8, f/8, f/16).

Was du dir merken musst:

Wenn du also einen unscharfen Hintergrund möchtest, suchst du nach einem Objektiv mit einer „weiten Blende“.

Die Verschlusszeit: Wie lange der Sensor „sieht“

Begriffe aus der fotografie

Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange der Verschluss vor dem Sensor offen bleibt und Licht einfängt. Das wird in Sekundenbruchteilen gemessen, zum Beispiel 1/100 Sekunde oder 1/2000 Sekunde.

Hier ist es ganz logisch:

Wenn du Sport oder schnelle Action fotografieren möchtest, brauchst du eine sehr „kurze Verschlusszeit“; mehr dazu findest du unter Kameraeinstellungen für Bewegung.

VIDEO: 5 BEGRIFFE die jeder FOTOGRAF kennen muss erklrt | Jaworskyj

Der ISO-Wert: Die digitale Lichtverstärkung

Der ISO-Wert ist dein digitaler Verstärker für Licht. Früher in der Filmzeit war das die Lichtempfindlichkeit des Films. Heute sagst du der Kamera, wie empfindlich der Sensor auf das Licht reagieren soll.

Nutze hohe ISO-Werte nur, wenn es absolut notwendig ist, also wenn Blende und Verschlusszeit allein nicht ausreichen, um das Bild hell genug zu bekommen.

Fokus und Schärfe: Wo soll der Blick hin?

Eines der größten Themen beim Erlernen der Fotografie ist das Fokussieren. Du möchtest, dass genau das scharf ist, was du zeigen willst. Hier tauchen oft die nächsten Begriffe auf, die dich verwirren.

Autofokus-Punkte und Schärfentiefe

Moderne Kameras haben viele kleine „Augen“, die erkennen, worauf sie scharf stellen sollen – das sind die Autofokus-Punkte. Du kannst wählen, ob die Kamera selbst entscheidet, oder du wählst einen Punkt manuell aus.

Die Schärfentiefe (Depth of Field, DOF) hängt, wie wir eben gesehen haben, direkt mit der Blende zusammen. Es beschreibt den Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt, der noch als scharf empfunden wird.

Nützliche Websites

Sammle tiefgehende Einblicke zu Begriffe aus der fotografie mit dieser Liste von Links.

Manueller Fokus vs. Autofokus

Manchmal zickt der Autofokus. Besonders, wenn es dunkel ist oder das Motiv keine klaren Kanten hat (zum Beispiel ein einfarbiger Himmel). Dann ist der manuelle Fokus (MF) dein Freund. Du drehst am Objektivring, bis es für deine Augen scharf aussieht. Bei Makrofotografie oder in der Nachtfotografie ist der manuelle Fokus oft präziser als die Automatik.

Bildformate: RAW vs. JPEG – Was soll ich speichern?

Nachdem du das Foto gemacht hast, musst du dich entscheiden, in welchem Format die Kamera die Daten speichert. Zwei Formate begegnen dir immer wieder:

JPEG (oder JPG)

Das ist das Standardformat. Die Kamera nimmt alle Informationen auf, verarbeitet sie intern (Farben, Schärfe, Kontrast) und komprimiert das Bild, damit es nicht zu groß wird. Es ist wie ein fertiges Brot. Es ist sofort essfertig, aber du kannst die Zutaten nicht mehr ändern.

RAW

RAW ist das „digitale Negativ“. Die Kamera speichert alle Rohdaten des Sensors, ohne viel Nachbearbeitung. Das Bild sieht oft erst einmal etwas flau und unspektakulär aus. Aber das ist gut so! Es ist wie Mehl, Wasser und Hefe – du hast alle Zutaten, um später am Computer das perfekte Brot zu backen. Wenn du später die Farben oder die Helligkeit stark korrigieren möchtest, ist RAW unverzichtbar. Es bietet dir viel mehr Spielraum bei der Bildbearbeitung, benötigt aber auch mehr Speicherplatz und Nacharbeit.

Licht und Belichtung: Die Grundlagen verstehen

Fotografie bedeutet wörtlich „Malen mit Licht“. Wenn du deine Begriffe aus der fotografie meistern willst, musst du verstehen, wie Licht gemessen wird. Für tiefere Einblicke in die Materie ist es hilfreich, die verschiedenen Fotografietechniken zu beherrschen.

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Belichtungsmessung

Deine Kamera versucht immer, das Bild so zu belichten, dass es „normal“ aussieht. Das nennt man die 18% Graukarte. Klingt kompliziert, bedeutet aber: Die Kamera geht davon aus, dass die meisten Szenen einen mittleren Grauton haben.

Das führt zu Problemen, wenn du zum Beispiel eine rein weiße Hochzeitstorte oder einen tiefschwarzen Anzug fotografierst. Die Kamera versucht, das Weiß grau und das Schwarz grau zu machen, was das Bild falsch belichtet aussehen lässt.

Überbelichtung und Unterbelichtung

Wenn du merkst, dass deine Bilder zu dunkel sind, brauchst du eine Belichtungskorrektur nach oben, oft mit einem Pluszeichen (+) dargestellt. Bei zu hellen Bildern machst du die Korrektur ins Minus (-).

Objektiv-Vokabular: Brennweite und Bildausschnitt

Das Objektiv ist das Auge deiner Kamera. Die wichtigste Kennzahl hier ist die Brennweite, angegeben in Millimetern (mm).

Weitwinkel vs. Teleobjektiv

Die Brennweite bestimmt, wie nah du an dein Motiv herankommst und wie viel von der Umgebung du aufs Bild bekommst.

Wenn jemand von einer „festen Brennweite“ spricht, meint er ein Objektiv, das nicht zoomen kann (ein sogenanntes „Prime-Objektiv“).

Häufige Fragen

Was bedeutet eigentlich „Tiefenschärfe“?
Die Tiefenschärfe beschreibt, wie groß der Bereich vor und hinter deinem Fokuspunkt im Bild scharf erscheint. Möchtest du, dass nur die Augen deines Modells scharf sind und der Hintergrund verschwimmt, arbeitest du mit geringer Tiefenschärfe. Dies erreichst du durch eine offene Blende (kleine f-Zahl).
Wann nehme ich am besten RAW und wann JPEG?
Speichere immer in RAW, wenn du planst, deine Bilder später am Computer intensiv zu bearbeiten, um Farben, Kontraste oder Schatten anzupassen. JPEG ist gut für schnelle Ergebnisse oder wenn du Bilder direkt teilen möchtest, ohne sie nachzubearbeiten, da die Kamera die Arbeit schon erledigt hat.
Was mache ich, wenn mein Bild verwackelt ist?
Ein verwackeltes Bild entsteht meistens, weil die Verschlusszeit zu lang war und deine Handbewegung das Bild verschwimmen ließ. Der einfachste Trick ist, die Verschlusszeit zu verkürzen (z.B. von 1/30 auf 1/125). Wenn das nicht geht, weil es zu dunkel ist, brauchst du ein Stativ, um die Kamera absolut ruhig zu halten, während du längere Belichtungszeiten nutzt.
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