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Fotografie 20er jahre

Veröffentlicht 18. November 2025

Fotografie 20er jahre

Du stehst vor deiner Kamera und fühlst dich unsicher, wie du die Stimmung der 20er Jahre in deine Fotos holst? Vielleicht suchst du nach Inspiration, um Bilder zu machen, die nach dieser spannenden Ära aussehen. Die Fotografie der 20er Jahre ist faszinierend: Sie lebt von Kontrasten, klaren Linien und einer gewissen Eleganz. Das ist kein Hexenwerk. Ich zeige dir, wie du diese Ästhetik verstehst und in deine eigene Arbeit integrierst. Keine Sorge, wir gehen das Schritt für Schritt durch.

Die Essenz der Fotografie der 1920er Jahre verstehen

Die Zwanzigerjahre waren eine Zeit großer Umbrüche, auch in der visuellen Gestaltung. Nach dem Ersten Weltkrieg sehnten sich die Menschen nach Modernität und Ausdruck. In der Fotografie bedeutete das eine Abkehr von weichen, malerischen Darstellungen hin zu Schärfe und direkter Beobachtung. Wenn du Bilder aus dieser Zeit anschaust, fallen dir oft bestimmte Merkmale auf. Diese prägen den Stil bis heute, wenn wir von „Vintage-Look der 20er“ sprechen.

Der Einfluss der Neuen Sachlichkeit

Ein wichtiger Punkt für die Fotografie der 20er jahre ist die sogenannte Neue Sachlichkeit. Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. Stell dir vor, du schaust objektiv auf die Welt, ohne viel Schnickschnack. Fotografen dieser Zeit wollten die Dinge zeigen, wie sie sind. Das führte zu sehr klaren, oft geometrischen Kompositionen. Architekturen wurden betont, Gesichter scharf abgebildet. Dein Fokus sollte auf der Struktur liegen, nicht auf verschwommenen Details.

Licht und Schatten als Hauptdarsteller

Das dramatische Spiel von Licht und Schatten ist essenziell, um die Stimmung dieser Epoche einzufangen. Die 20er waren die Zeit des Film Noirs, lange bevor es diesen Begriff offiziell gab. Nutze hartes Licht. Dieses Licht wirft harte Schatten und betont Konturen stark. Wenn du im Studio arbeitest, benutze eine einzige, starke Lichtquelle. Im Freien ist die Mittagssonne manchmal dein Freund, aber oft ist es besser, wenn du dir einen Ort suchst, wo das Licht bewusst Kanten schneidet.

Praktische Umsetzung: So fotografierst du im Stil der 20er

Nun gehen wir zur Technik über. Wie setzt du das Gelernte konkret um, wenn du heute fotografierst? Hier sind einige einfache Schritte, die du sofort anwenden kannst, um deinen Bildern diesen historischen Touch zu geben.

VIDEO: Tentoonstelling fotografie 1920-1940 (1980)

Modelle und Posen

Die Art, wie Menschen posierten, war anders. Weniger Lächeln, mehr Ausdruck. Die Mode der 20er Jahre, die Flapper-Mode mit tief sitzenden Taillen und kurzen Haaren, spielte eine große Rolle. Aber auch bei anderen Themen war die Haltung oft sehr bewusst gewählt. Versuch es mal mit folgenden Dingen:

Komposition: Gerade Linien und Tiefe

Vergiss das mittige Platzieren des Motivs, wenn du die Tiefe und Ordnung der damaligen Kompositionsregeln suchst. Die Fotografen der 20er liebten die Symmetrie, brachen sie aber auch gerne durch diagonale Linien auf. Achte beim Blick durch den Sucher auf Folgendes:

  1. Finde geometrische Formen in deiner Umgebung. Eine Treppe, die Fassade eines Gebäudes oder Fensterreihen bieten sich an.
  2. Nutze die Tiefenschärfe bewusst. Manche Bilder der Ära sind komplett scharf von vorne bis hinten. Das betont die Sachlichkeit. Wenn du diesen Effekt möchtest, wähle eine kleinere Blende (höhere Blendenzahl, z.B. f/11 oder f/16).
  3. Stelle sicher, dass dein Rahmen klar strukturiert ist. Leere Räume (negativer Raum) waren wichtig, um das Hauptmotiv zu isolieren und ihm Gewicht zu geben.
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