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Fotografie sommer

Veröffentlicht 12. November 2025

Fotografie sommer

Der Sommer ist da, und mit ihm dieses besondere Licht, das alles anders aussehen lässt. Vielleicht hältst du deine Kamera in der Hand und fragst dich: Wie fange ich diese warme Stimmung wirklich gut ein? Die Sommermonate bieten fantastische Motive, aber auch ganz eigene Herausforderungen für deine Fotografie. Du stehst vor dem hellen Mittagslicht, die Schatten sind hart, und die Farben wirken manchmal ausgewaschen. Das kenne ich gut. Lass uns gemeinsam anschauen, wie du diese Zeit optimal nutzt, damit deine Sommerbilder mehr werden als nur Schnappschüsse.

Das besondere Licht im Sommer meistern

Wenn wir über Sommerfotografie sprechen, müssen wir sofort über das Licht reden. Es ist intensiv, es ist hell, und es kann dir schnell Probleme bereiten. Viele Anfänger machen den Fehler, genau dann fotografieren zu wollen, wenn die Sonne am höchsten steht – also zwischen 11 und 15 Uhr. Das Ergebnis? Harte Schatten unter den Augen oder auf Gesichtern und überbelichtete Bereiche, die du später kaum retten kannst.

Die goldenen Stunden nutzen

Fotografie sommer

Das beste Licht zum Fotografieren hast du immer dann, wenn die Sonne tief steht. Im Sommer bedeutet das früh am Morgen oder spät am Abend. Diese Zeiten nennen Fotografen die „goldene Stunde“.

Sei aktiv und plane deine Fotosessions um diese Zeiten herum. Steh früher auf oder bleib länger wach. Dein Ergebnis wird es dir danken.

Umgang mit hartem Mittagslicht

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, mitten am Tag zu fotografieren. Was nun? Du kannst das harte Licht nicht ignorieren, aber du kannst es lenken oder umgehen. Suche dir Schatten. Das bedeutet nicht, dass du nur im Dunkeln fotografieren sollst, sondern dass du das Motiv so positionierst, dass die Sonne es nicht direkt trifft.

Denke an ein großes Baumdach, die Seite eines Gebäudes oder einen überdachten Bereich. Wenn dein Motiv im Schatten steht und du den Hintergrund in der Sonne lässt, entsteht ein schöner Kontrast. Oder du nutzt einen Reflektor. Ein einfacher weißer oder silberner Reflektor (ein Stück Pappe mit Alufolie beklebt reicht oft schon) lenkt das harte Sonnenlicht sanft zurück auf die Schattenpartien des Gesichts. Das füllt Schatten auf und lässt dein Porträt weicher wirken. Dieses Vorgehen hilft dir sehr bei der alltäglichen Sommerporträtfotografie.

Die richtige Kameraeinstellung für sommerliche Motive

Die Sonne scheint hell, und deine Kamera zeigt dir oft an, dass es Zeit ist, die Belichtung anzupassen. Viele Neulinge stellen die Belichtungskorrektur auf Plus, um das Bild heller zu machen. Aber Vorsicht: Bei hellem Sommerlicht kann es schnell passieren, dass du Details in den weißen Bereichen deiner Aufnahme verlierst – zum Beispiel an weißen Sandstränden oder an hellen Wasserflächen.

Die Belichtung im Griff

Wenn du in den Automatikmodi fotografierst, achte immer auf das Histogramm oder die Belichtungsvorschau deiner Kamera. Wenn du zum Beispiel eine Wasseroberfläche fotografierst, die stark reflektiert, messe das Licht nicht auf der hellsten Stelle, sondern auf einem mittleren Ton im Bild, wie der Haut deines Motivs oder einem grünen Blatt. Dann ziehe lieber etwas Belichtung ab (Belichtungskorrektur auf minus stellen), anstatt alles auszubrennen.

Für sommerliche Landschaften oder Architekturfotos, bei denen du viele Details in Himmel und Erde behalten willst, kannst du auch die Belichtungsreihe (Bracketing) ausprobieren. Die Kamera nimmt dann automatisch mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen auf, die du später am Computer zu einem Bild zusammenfügst. Das ist ideal, wenn du dramatische Sonnenuntergänge festhalten möchtest.

Schärfe und Verschlusszeit bei Bewegung

Im Sommer sind wir oft unterwegs: Kinder spielen am Strand, Wellen rauschen, Menschen bewegen sich schnell. Wenn du Bewegungen einfrieren möchtest, brauchst du eine kurze Verschlusszeit. Die Faustregel lautet: Je schneller die Bewegung, desto kürzer die Zeit.

Da es hell ist, kannst du diese kurzen Zeiten leicht einstellen, oft sogar mit geringer ISO-Zahl, was deine Bildqualität verbessert. Wenn du hingegen Bewegung darstellen möchtest, etwa das weiche Fließen von Wasserfällen oder das Ziehen von Wolken, musst du bewusst eine längere Verschlusszeit wählen, zum Beispiel 1/30 Sekunde oder sogar mehrere Sekunden. Dann brauchst du allerdings ein Stativ, damit das Bild scharf bleibt.

Auswahl des richtigen Objektivs für deine Sommerbilder

Welche Objektive sind deine besten Freunde, wenn du dich auf die Sommerfotografie konzentrierst? Das hängt stark davon ab, was du fotografieren willst, aber einige Typen sind besonders vielseitig.

Weitwinkel für die Landschaft

Wenn du weite Ausblicke, Strände oder beeindruckende Himmel einfangen willst, ist ein Weitwinkelobjektiv Gold wert. Es gibt dir die Möglichkeit, viel von der Szene in dein Bild zu bekommen. Achte darauf, dass du nicht zu nah an einem Motiv im Vordergrund stehst, sonst wirkt es verzerrt. Ein guter Tipp für deine Sommerurlaub Fotografie ist es, ein interessantes Objekt im Vordergrund zu platzieren – eine Blume, ein Boot, ein Stein –, um Tiefe in die Weitwinkelaufnahme zu bringen.

Teleobjektiv für die Natur und Details

Manchmal sind die besten Motive weit weg. Denk an Vögel, entfernte Berggipfel oder einfach nur Details in der Landschaft, die du hervorheben möchtest. Hier kommt das Teleobjektiv ins Spiel. Es komprimiert die Perspektive, was bedeutet, dass entfernte Objekte größer erscheinen und näher zusammenrücken. Das ist fantastisch für dramatische Sonnenuntergangsszenen, wenn die Sonne hinter fernen Bäumen oder Bergen verschwindet.

Festbrennweiten für Porträts

Für Porträts im Freien, zum Beispiel beim Grillen mit Freunden oder beim Picknick, sind Festbrennweiten (Objektive mit fester Brennweite, wie 50 mm oder 85 mm) ideal. Sie sind oft lichtstark (große Blendenöffnung möglich) und ermöglichen dir diese wunderschöne, unscharfe Hintergrundunschärfe, das sogenannte Bokeh. Das lenkt den Blick direkt auf dein Motiv und lässt den oft überbelichteten Sommerhintergrund verschwimmen.

Praktische Tipps für Fotos unterwegs

Die beste Ausrüstung nützt nichts, wenn du sie nicht dabei hast oder wenn sie durch die sommerliche Umgebung beschädigt wird. Sommer bedeutet Hitze, Sand, Wasser und schnelle Wechsel.

Schutz vor Sonne und Hitze

Deine Kamera ist empfindlich. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung kann dem Kameragehäuse schaden und im schlimmsten Fall den Sensor überhitzen lassen, besonders wenn du lange Videos aufnimmst. Wenn du Pausen machst, lege die Kamera nicht direkt in die pralle Sonne. Wickle sie in ein helles Tuch oder verstaue sie im Schatten.

Umgang mit Sand und Salzwasser

Strandfotografie ist wunderschön, aber Sand ist der Erzfeind jeder Mechanik. Wenn du nah am Wasser oder im Sand arbeitest:

  1. Benutze deine Ausrüstung nur, wenn es absolut notwendig ist.
  2. Wechsle Objektive nur an einem geschützten Ort, fern von Wind und Sand – idealerweise in einer Tasche oder hinter deinem Rücken.
  3. Reinige die Ausrüstung nach jedem Strandbesuch gründlich, besonders die Anschlüsse. Ein kleiner Blasebalg hilft, losen Sand zu entfernen, bevor du wischt.

Süßwasser oder Regen sind weniger gefährlich als Salzwasser. Wenn deine Kamera nass geworden ist, trockne sie zuerst sanft ab. Entferne Akkus und Speicherkarten und lasse alles an einem trockenen, luftigen Ort vollständig trocknen, bevor du es wieder einschaltest.

Bunte Farben im Sommer

Der Sommer ist voll von gesättigten Farben – das satte Grün der Wälder, das intensive Blau des Meeres. Du kannst diese Farben im Bild noch verstärken, wenn du in RAW fotografierst. RAW-Dateien speichern viel mehr Bildinformationen als JPEGs. Das gibt dir maximale Freiheit bei der Nachbearbeitung, um Farben zu intensivieren, das Blau des Himmels zu vertiefen oder das Grün lebendiger zu gestalten. Auch wenn du nicht viel nachbearbeiten möchtest, ist die RAW-Option die sicherste Wahl für deine beste Sommerfotografie.

Häufige Fragen

Was ist das beste Zeitfenster für klare Sommerfotos?
Die besten Ergebnisse erzielst du in den Randzeiten des Tages, also kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang. Dieses weiche, warme Licht verleiht deinen Motiven eine Tiefe und Farbe, die du mittags nicht findest. Plane deine wichtigsten Aufnahmen für diese Stunden.
Soll ich meine Kamera bei großer Hitze ausstellen?
Nein, vermeide es, deine Kamera über längere Zeit in direkter, praller Sommersonne liegen zu lassen, besonders wenn sie schwarz ist und sich stark aufheizt. Hohe Temperaturen können elektronische Bauteile beschädigen oder die Lebensdauer des Akkus stark reduzieren. Bringe sie in den Schatten oder in die kühle Kameratasche, wenn du eine Pause machst.
Wie vermeide ich überbelichtete Himmel im Sommer?
Überbelichtete Himmel treten auf, weil das Auge dunklere Bereiche besser wahrnimmt als die Kamera. Messe die Belichtung immer auf einem mittleren Ton im Bild, nicht auf der hellsten Wolke. Nutze gegebenenfalls eine Belichtungskorrektur nach unten oder probiere Belichtungsreihen aus, um später den perfekten Himmel zu kombinieren.
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